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  • brigitte hoff

Geheimnisvolle Schönheiten aus dem Meer

Zuchtperlen – faszinierend und lebendig

Perlen schmückten Frauen zu allen Zeiten. Unzählige Mythen und Legenden ranken sich um ihre wundersame Entstehung. Als „Tränen der Götter“, von den unscheinbaren Austern in der Tiefe des Meeres zu Perlen verwandelt, kommen sie bereits in der alten persischen Mythologie als Geschenk der Götter zu den Menschen. Die Dichter Griechenlands besangen sie als Tau des Mondes, der in sternklarer Nacht in die geöffneten Austern eindringt und sich in eine schimmernde Perle verwandelt.


Die Schönheiten aus den Tiefen der Meere umgibt eine einzigartige Ausstrahlung. Immer schönere Perlen entstehen heute aus dem glücklichen Zusammenwirken von Natur und Menschen. Perlen aus moderner Zucht sind verlockend und verführerisch und schmeicheln der Haut. Die seltenen Natur- und Orientperlen bleiben bis zum Beginn des letzten Jahrhunderts nur dem Adel und dem reichen Bürgertum

vorbehalten.


In Japan wurde heraus gefunden, dass Austern durch einen winzigen Eingriff zur Produktion von Perlen veranlasst werden können. Man wusste, dass die empfindlichen Tiere zufällige eingedrungene Fremdkörper mit Schichten von Perlmutt umhüllen. So entstehen die seltenen Naturperlen. Dieser Vorgang wurde künstlich nachgebildet, so entstanden die Zuchtperlen. Die meisten von ihnen kommen aus Japan. Dort gedeiht an den Küsten im Südwesten die Akoya-Auster Pinctada fucata. Die Perlen dieser Auster sind zwar kleiner als andere Perlensorten (Südsee- oder Tahitiperlen), meist erreichen sie eine Größe von 2 – 9 mm Durchmesser, haben aber den feinsten Lüster. Sie gelten als absolute Klassiker, ihre Farben variieren von strahlendem Weiß zu hellem Rosé, über zarte Goldtöne bis zu silbrigem Grau.


Südsee-Zuchtperlen – kostbare Pracht aus fernen Meeren

Immer größere und prächtiger Zuchtperlen kommen in den letzten Jahren aus entlegenen Perlenfarmen der Südsee. Dort wird die riesige Südseeauster Pinctada Maxima gezüchtet. Dank ihrer außergewöhnlichen Größe bis zu 20 mm sind sie äußerst kostbar. Nur selten sind sie vollkommen rund, ihr Anteil beträgt gerade mal 0,5 %. Die Farben variieren von weiß zu silbergrau, vom hellen Gelb zu Goldfarben.


Tahiti-Zuchtperlen – dunkle Exoten aus der Südsee

In den klaren, türkisblauen Lagunen der Atolle Franzöisch-Polynesiens findet die große, schwarzlippige Auster Pinctada Margaritifera ideale Lebensbedingungen. Warmes Wasser, Licht, viel Sauerstoff und Plankton. In ihr wachsen die seltenen, geheimnisvoll schimmernden Tahiti-Zuchtperlen heran. Ihre Farben gleichen den Nuancen eines dunklen Regenbogens. Nicht immer sind sie schwarz, sie können auch dunkel- und silbergrau sein, auberginefarben, bläulich oder grün. Besonders wertvoll, da selten, gilt ein Schwarz mit einem Hauch von irisierendem Grün. Diese verführerisch schönen Perlen werden zwischen 8 und 15 mm groß. Die größte und perfekteste Tahiti-Perle, 2,092 Zentimeter dick und 12,5 Gramm schwer. Sie wurde im Mai 1996 geerntet und trägt den Namen des Perlenkönigs von Tahiti, Robert Wan. Die Form der Tahitiperlen sind rund, oval, tropfenförmig oder barock. Auch hier gilt, je vollkommener rund, umso teurer.


(Text: auszugsweise Vereinigung deutscher Zuchtperlen-Importeure)

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"Perlen - Schönheiten aus dem Meer"

(Samstag 11-14 h und Sonntag 11- 15 h)



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